Rogers, Barnes, Wilson, Walker, Naslund – Alle Captain Americas des 616-Comic Universums

© Marvel Comics

Im Jahr 1941 haut ein in den Farben der US-Amerikanischen Flaggen gehüllter Mann Adolf Hitler eine runter. Das war das legendäre Cover der ersten Captain America Ausgabe aus der Feder der Comic-Legenden Jack Kirby und Joe Simon. Die Geschichte von Steven Grant Rogers kennt mittlerweile jedes Kind. Doch Captain America ist nicht nur ein Held, er ist ein Symbol und ein Ideal. Während der letzten 80 Jahre trugen auch andere Männer den Schild und die Farben Captain Americas. Wir zeigen euch alle Captain Americas des regulären Marvel 616-Comic Universums.


Steve Rogers

Der schmächtige und nicht wehrtaugliche junge Mann aus Brooklyn wurde durch das Project: Rebirth zum ersten und originalen Supersoldaten, dem legendären Captain America. Rogers hatte seinen ersten Auftritt in Captain America Comics #1 aus dem Jahr 1941 und wurde von Joe Simon und Jack Kirby erfunden. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs stürzte Rogers in den Ärmelkanal und trieb jahrelang in einem Eisblock umher, bis er in den 60er Jahren gefunden wurde und in der Ausgabe Avengers #4 sogar ein Rächer wurde. Steve Rogers musste im langen Verlauf seiner Karriere als „Cap“ seinen Schild hin und wieder ablegen. Dies hatte die unterschiedlichsten Gründe. Doch auch in solchen Zeiten gab es andere Männer, die in seine Fußstapfen traten…

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Isaiah Bradley

Das Supersoldaten-Programm experimentierte während des Zweiten Weltkriegs an jungen Afro-Amerikanern um das Serum zu replizieren, welches Steve Rogers verabreicht wurde. Diese Story ist äußerst gesellschaftskritisch und greift die wahren Ereignisse um die Tuskegee-Syphilis-Studie auf. Isaiah kämpfte als „Black Captain America“ auf den Schlachtfeldern Europas, bis ihn die Nebenwirkungen des Serums krank machten. Isaiah hatte seinen ersten Auftritt in der Mini-Serie Truth: Red, White & Black #1 aus dem Jahr 2003 und wurde von Robert Morales und Kyle Baker ins Leben gerufen. Sein Enkel Eli Bradley war als Patriot der Anführer der ersten Inkarnation der Young Avengers.

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William Naslund

William Naslund war der als Spirit of ´76 bekannte Held, der ebenfalls im Zweiten Weltkrieg die Nazis bekämpfte. Nachdem Rogers gegen Ende des Krieges als vermisst gemeldet wurde, wurde Naslund von Präsident Harry S. Truman persönlich zum neuen Captain America ernannt. Er starb jedoch bereits im Jahr 1946 während einer Mission. Naslund hatte seinen ersten Auftritt bereits im Jahr 1945 in der Ausgabe Captain America #49, wurde aber im Jahr 1977 ge-retconned, damit seine Story die dann doch sehr verwirrenden Captain America Veröffentlichungen der 50er und 60er Jahre gerade rückt.

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Jeffrey Mace

Der als Patriot bekannte Held Jeffrey Mace hatte seinen ersten Auftritt bereits im Jahr 1941 in der Ausgabe Human Torch Comics #4 und wurde von Autor Ray Gill erfunden. Mace war unter seinem Pseudonym Patriot ebenfalls ein Held, der gegen die Nazis kämpfte. Nachdem Naslund heroisch im Kampf fiel, trat Mace seine Nachfolge als dritter Captain America an. Nach einigen Jahren als Cap legte er den Schild ab und wurde erneut ein Reporter. Später erkrankte er an Krebs und starb. Steve Rogers, der zum dem Zeitpunkt bereits aus seinem Schlaf im Eis erwachte, saß an seinem Totenbett. Der Name Jeffrey Mace dürfte den ein oder anderen bekannt sein. Denn diese Figur hatte ebenfalls einen Auftritt in der Serie Marvel´s Agents of S.H.I.E.L.D. und wurde von Schauspieler Jason O´Mara verkörpert.

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William Burnside

Der vierte Captain America, William Burnside, ist gleichzeitig wohl eine der tragischsten Figuren in der langen Geschichte des Captain America. Burnside war ein Hochschullehrer, der verrückt nach Captain America war und ihm nacheiferte. Die Regierung verheimlichte Steve Rogers vermeintlichen Tod und niemand wusste, dass Naslund und später Mace seine Rolle einnahmen. Doch William Burnside roch den braten und wollte mehr über Cap rausfinden. Er flog sogar nach Deutschland, wo er ein unfertiges Supersoldatenserum der Nazis fand und es einnahm. Er wollte in Captain Americas Fußstapfen treten um die wachsende Gefahr durch den Kommunismus zu bekämpfen. Er war jahrelang Captain America, nahm sogar Steve Rogers Identität an und führte ein heroisches Leben. Doch die Nebenwirkungen des Serums holten ihn ein und führten zu Depressionen, erhöhten Aggressionen und Paranoia. Er wurde später von Dr. Faustus manipuliert und zum Grand Director gemacht, dem Anführer eine Neo-Faschistischen Nazi-Truppe. Vor einigen Jahren kehrte Burnside zurück und führte die Watchdogs an, eine militante Truppe, die gegen die Regierung arbeitete. Er konnte allerdings von Bucky daran gehindert werden. Burnside hatte seinen letzten Auftritt im Jahr 2012 in der letzten Story von Autor Ed Brubaker. Er wurde nach einem Unfall in eine Art Rehabilitationsklinik geschickt, um seine kaputte Psyche zu heilen.

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Robert „Bob“ Russo, Roscoe Simmons & „Scar“ Turpin

Nachdem Steve Rogers nach der Watergate Affäre den Glauben in die Vereinigten Staaten verlor, hängte er seine Rolle als Captain America an den Nagel und wurde zu Nomad. Der Baseballspieler Robert „Bob“ Russo und der Biker „Scar“ Turpin versuchen sich nacheinander als Cap-Ersatz, wurden allerdings bei ihren ersten „Missionen“ so schwer verletzt, dass sie sofort aufgaben. [Beide waren jeweils nur eine Ausgabe lang Captain America] Der Mechaniker Roscoe Simmons war ganze 6 Ausgaben lang Captain America und war sogar eine Art Sidekick von Falcon, bis er in der Ausgabe Captain America #183 aus dem Jahr 1975 vom Red Skull getötet wurde.

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John Walker

Der wohl patriotischste Marvel Superheld aller Zeiten hatte seinen ersten Auftritt in Captain America #323 aus dem Jahr 1986. Der vom Power Broker mit Fähigkeiten ausgestattete John Walker war zunächst als Super-Patriot unterwegs. Er war allerdings kein sonderlich großer Fan von Steve Rogers, da er seine Taten und Ansichten für nicht entschlossen genug hielt. Der Red Skull unterwanderte die Behörde für Superheldenangelegenheiten. Dies führte dazu, dass Captain America dazu gezwungen wurde als Symbol Amerikas zurückzutreten und sein Kostüm abzugeben. Dr. Valerie Cooper, die Mitglied in diesem Ausschuss war, schlug jedoch vor, dass die USA einen neuen Captain America benötige, ein Symbol, welches für die Werte dieses Landes steht. Sie schlug John Walker vor. Obwohl John die Rolle des Super-Patriots liebte und die Figur Captain America so oft kritisiert hatte, nahm er das Angebot mit den Worten an „Ma´m, wenn Uncle Sam von mir wollen würde Mickey Mouse zu sein, ich würde es tun“. Nachdem der Red Skull besiegt werden konnte wurden Steve und John Bros, John wurde zum US Agent und ist bis heute noch als Held im Diensten der Regierung tätig.

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James Buchanan „Bucky“ Barnes

Nach Steve Rogers Tod nach den dramatischen Ereignissen des Civil War übernahm Captain Americas ehemaliger Sidekick aus dem Zweiten Weltkrieg, der lange verschlossene Bucky Barnes die Rolle des Sentinel of Liberty. Bucky war jahrelang als gehirngewaschener Sowjet Agent in der Welt unterwegs und tat furchtbare Dinge. Nachdem er während der „Winter Soldier“-Storyline von Ed Brubaker wieder auf der Bildfläche auftauchte und wieder „umgedreht“ werden konnte, arbeitete er zunächst als Spion für Nick Fury. Tony Stark, der als Sieger aus dem Civil War hervorging wollte sogar Clint „Hawkeye“ Barton zum neuen Cap machen, dieser fand die Idee allerdings nicht so berauschend. Bucky war während der gesamten Dark Reign und bis hin zum Fear Itself Event als Captain America unterwegs. Sogar als Steve Rogers von den Toten zurückkehrte. Erst nach seinem vermeintlichen Tod während der Schlacht von Washington gegen die Tochter des Red Skull wurde Steve Rogers wieder zum Wächter der Freiheit und Bucky zum Winter Soldier.

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Dave Rickford

Einen weitere Kurzauftritt als Captain America hatte ein Special Forces Soldat namens David Rickford. Auch Rickford erhielt wie John Walker seine Kräft durch den Power Broker. Nachdem Bucky während seiner Zeit als Captain America an die Russen ausgeliefert wurde um für seine Taten als Winter Soldier angeklagt zu werden, versuchte Nick Fury Rogers davon zu überzeugen erneut Captain America zu werden. Er war quasi derjenige, der Rickford „erschuf“. Nachdem Rickford als Cap einige kleine Verbrechen in New York verhinderte, starb er fast bei dem Versuch eine A.I.M. Basis zu infiltrieren. Steve Rogers riet ihm anschließend dazu die Rolle des Cap aufzugeben. Rickford wurde seitdem nie wieder gesehen.

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Samuel „Sam“ Wilson

Steve Rogers langjähriger Freund und Partner, der sympathische und charismatische Sam Wilson, hatte seinen ersten Auftritt in Captain America #117 aus dem Jahr 1969. Falcon, der seine Fähigkeit telepathisch mit Vögeln zu kommunizieren durch den Red Skull und den Cosmic Cube erhielt [ich weiß, Comics halt…] war jahrelang Captain Americas treuer Partner. Als Steve Rogers während der Marvel NOW! Ära bei einem Kampf gegen den Iron Nail sein Supersoldatenserum verlor und ein alter Mann wurde, musste Sam einspringen und der neue Captain America werden. Doch Sam hatte es alles andere als leicht. Die Regierung und auch die Bevölkerung waren nicht sonderlich erfreut über den neuen Captain America und ihm wurden ständig Steine in den Weg gelegt. Obwohl diese Zeit für ihn sehr schwer war, war ein würdiger Cap.

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