Venom #3: Jäger und Gejagte

© Panini Comics Deutschland

Der außerirdische Symbiont Venom ist in aller Munde. Demnächst startet Sonys Kinoabenteuer mit Tom Hardy in der Hauptrolle und seit kurzem hat der Fan-Favorit endlich wieder seine eigene Comic Serie. Am 21. August erschien die bereits dritte Ausgabe der aktuellen Venom Abenteuer, in denen der Symbiont endlich wieder mit seinem Lieblingswirt Eddie Brock verbunden ist. Die bisherigen Ausgaben waren eher mau und konnten nicht wirklich überzeugen. Konnte die dritte Ausgabe mich nun in ihren Bann reißen oder ist sie ein Rohrkrepierer? Ich verrate es euch!

VENOMS LETZTE JAGD?

Eddie Brock und der außerirdische Symbiont sind Venom! Obwohl der Symbiont ihn ständig zu Gewalttaten zwingt, beschützt Eddie wie ein finsterer Schutzengel in der Kanalisation von New York eine Sauriermenschen-Gemeinschaft. Als Kraven der Jäger die Dinosaurier zu seiner nächsten Beute erklärt, kommt es zu einem brutalen, blutigen Duell zwischen Spider-Mans alten Feinden. Zumal Kraven nicht alleine hinab in die Düsternis steigt, um den tödlichen Beschützer zu stellen.

Filmreife Antihelden-Action! Eddie Brocks neue Abenteuer als Venom, geschrieben von Mike Costa und gezeichnet von Spidey-Legende und Venom-Ikone Mark Bagley.

Venom #3 – Jäger und Gejagte beinhaltet auf insgesamt 100 Seiten 4 US-Ausgaben und hat im Wesentlichen genau zwei Pluspunkte: Zeichen-Legende Mark Bagley, dessen Zeichnungen wesentlich besser zu dem Antiheld passen als die seines Vorgängers Gerardo Sandoval, und der Auftritt von Spidey Schurke Kraven dem Jäger. Ansonsten hat auch die dritte Ausgabe des aktuellen Venom „Runs“ leider nicht viel zu bieten. Nach wie vor befinden sich Eddie Brock, sein Symbiont, die ominöse Firma Alchemax und die Dinosauriermenschen in der Kanalisation von New York City im Fokus. Die Story ist dünner als ein Blatt Papier, die Ereignisse absolut vorhersehbar und vieles wirkt sehr gezwungen. Darunter auch der Auftritt von Kraven und der, des ominösen zweiten Schurken, der in dieser Ausgabe auftritt. Die Beziehung zwischen Venom und seinem Symbionten wird auch weiterhin relativ gut reflektiert, dennoch ist mir persönlich die gesamte Auslegung der bisherigen Serie zu „cartoonish“. Nichtsdestotrotz freue ich mich auf weitere Venom Abenteuer, da die Figur auch weiterhin unheimlich viel Potenzial besitzt.

Fazit: Es fällt einem wirklich schwer dies zu sagen, aber Venom gehört bislang zu den schwächsten Marvel Serien der letzten Monate. Viel wurde über diese Serie gesprochen und geschrieben und die Rückkehr des Symbionten zu Eddie Brock führte bei vielen Fans zu nostalgischen Gefühlen. Die schwache und willkürliche Story machen allerdings keinen Spaß und führen zu Langeweile und dem Wunsch, dass die Serie neue Wege einschlägt. Einzig die Zeichnungen von Mark Bagley konnten in dieser Ausgabe überzeugen.

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Bewertung

Story: 5.0/10 ● Zeichnungen: 8.5/10

Gesamt: 6/10


© Panini Comics Deutschland

Erstveröffentlichung 
21.08.2018
Format:
Softcover
Seiten:
100
Autor:
M. Costa
Zeichner
M. Bagley
Storys:
Venom #155 – #158

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