Venom #1 – Symbiose des Bösen

Venom #1 – Symbiose des Bösen

Vor etwas mehr als einem Jahr, um genau zu sein am 20. Februar 2018, erschien der erste Band der neuen Venom Serie. Man habe ich mich damals auf die Ausgabe gefreut. Wie lange war es her, dass Eddie Brock nicht mehr Venom war? Und wie lange war es her, dass Venom eine eigene Ongoing Serie hatte? Vier bis Fünf Jahre war Rick Remenders und Cullen Bunns Agent Venom nun schon her. Und Robbie Thompsons Venom: Space Knight war überraschend gut, aber dann doch relativ kurz. Nach vier Ausgaben aus der Feder von Autor Mike Costa kam jedoch die Ernüchterung. Die Story war einfach nur schlecht, lahm und nicht mehr zeitgemäß. Nun bekommt der Fan Favorite Alien mit Donny Cates einen der aktuell vielversprechendsten und besten Autoren aus dem Hause Marvel spendiert. Kann Cates das Ruder rum reißen und aus Venom wieder ein Flaggschiff machen?  Wir verraten es euch.

DIE GEHEIME GESCHICHTE VON VENOM [Panini Backcover]

Gemeinsam sind Eddie Brock und sein außerirdischer Symbiont der düstere Antiheld Venom! Doch etwas stimmt nicht mit dem Symbionten, der Albträume hat und sich unberechenbar verhält. Eddie kämpft verzweifelt um die Kontrolle gegen den Wahnsinn. Ausgerechnet jetzt sieht er sich einem finsteren Geheimnis der Venom-Legende gegenüber, von dem bis jetzt niemand wusste – und einem uralten, unaufhaltsamen bösen Wesen! Eddies einzige Chance? Spidey Miles Morales, ein Arsneal voller Megaknarren und die vollkommene Hingabe an das, was er wirklich ist…

Der gefeierte, wuchtige Auftakt der neuen VENOM-Serie, aufregend geschrieben von Donny Cates und spektakulär gezeichnet von Ryan Stegman.

© Panini Comics

Wisst ihr Freunde, ich kann meine Meinung über Comics grob in vier unterschiedliche Kategorien unterteilen. Lese ich beispielsweise ein Heft und lege es immer wieder zur Seite, weil es anstregend oder langweilig ist, gefällt mir die Story meistens nicht. Dann kann es sogar sein, dass ich gut und gerne eine ganze Woche brauche um ein einziges Band zu Ende zu lesen. Dann gibt es die Ausgaben, die man in einem Ruck förmlich verschlingt. Das Nonplusultra sind allerdings die Hefte, die man ebenfalls an einem Abend verschlingt, die man aber hin und wieder immer mal abbrechen und zur Seite legen muss muss um zu realisieren, was da gerade überhaupt passiert ist. Meist ist es ein episches Ereignis, ein heftiger Wendepunkt in der Story oder etwas anderes, was einen förmlich sprachlos macht. Warum ich euch das jetzt erzähle? Weil Venom #1 – Symbiose des Bösen verdammt noch mal zu der letzteren Kategorie gehört! Doch fangen wir von vorne an…

Donny Cates übernimmt nun die neue Venom Serie und bekommt den Künstler Ryan Stegman an die Seite gesetzt. Cates scheint sich jedoch mit der vorangegangen Arbeit von Mike Costa nicht wirklich angefreundet zu haben und gibt einen feuchten Kehricht auf das, was Costa zuvor aufgebaut hat. So startet die Geschichte von Cates quasi wieder bei Null. Dies macht es vor allem für Neueinsteiger sehr einfach sich zurecht zu finden, denn das Grundgerüst der Venom Origin kennt mittlerweile wohl jedes Kind, auch wenn es in dem Band selbst noch des öfteren thematisiert und angesprochen wird. Doch dann macht Cates etwas, womit wohl niemand gerechnet hat. Er schreibt die Geschichte der Symbionten komplett um, übergeht dabei geschickt Brian Michael Bendis´ Guardians of the Galaxy Besuch auf dem Planeten der Symbionten namens Klyntar und verbindet seine eigene Geschichte mit einer der besten Marvel Storys aller Zeiten aus dem Jahr 2013. Boooooooooooooom! War das heftig. Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet. Ich werde euch selbstverständlich nicht erzählen welche Story ich meine und ich werde euch auch nicht erzählen was genau in diesem Band passiert, denn jedes Wort oder jeder Hinweis könnte ein Spoiler sein.

Fazit: Donny Cates schafft es endlich wieder eine tolle Venom Serie mit Eddie Brock in der Hauptrolle zu schreiben. Die Geschichte ist solide, dramatisch, packend und sorgt für einige Momente, bei denen mir die Kinnlade runter gefallen ist. Die Szenerie ist äußerst brutal und nichts für junge Leser, der perfekte Venom Stoff wie die Fans es sich wünschen. Die Zeichnungen von Ryan Stegman sind zugegebenermaßen etwas gewöhnungsbedürftig, dürften den Geschmack vieler dennoch treffen, da sie perfekt zu der eben genannten Szenerie passen. Venom #1 – Symbiose des Bösen ist ein absoluter Must-Read für Fans des Symbionten und eine Leseempfehlung für alle, die sich noch unschlüssig darüber sind, ob sie sich die Ausgabe zulegen möchten. Es lohnt sich!

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Leseprobe

Bewertung

Story: 9.0/10 ● Zeichnungen: 8.0/10

Gesamt: 8.5/10


© Panini Comics

Erstveröffentlichung
02.04.2019
Format
Softcover
Seiten
148
Autoren
D. Cates
Zeichner
K. Libranda
Storys
Venom (2018) 1-6