Thor: Ragnarök

Thor Ragnarok Softcover
© Panini Comics Deutschland

Lange bevor Jane Foster ihre Abenteuer begann. Lange bevor der Odinsohn unwürdig wurde… Bevor das Multiversum vernichtet wurde, Helden einander bekämpften und fielen. Lange bebor all diese Dinge geschahen, musste der Donnergott dem schlimmsten aller Tage ins Auge blicken. Dem Ende allen Lebens, dem Fall Asgards: Ragnarök

Vorwort von Panini – Thomas Witzler

Ragnarök… der finale Kampf zwischen Göttern und Riesen. Der Flammenriese Surtur wird die Erde verbrennen und die gewaltige Midgardschange wird sie überschwemmen. Und wenn die Wölfe Hati und Skoll den Mond und die Sonne verschlingen, wird die ewige Finsternis Loki und seinen Sohn, den Fenriswolf, von ihren magischen Fesseln befreien, damit sie an den Asen Rache üben können. So soll sich nach den Überlieferungen unserer Vorfahren eines Tages das Ende der Welt zutragen.
Als Marvels Übervater Stan Lee 1962 einen Helden suchte, der stärker war, als alle anderen, stieß er auf die nordische Mythologie. Sie erschien ihm exotisch genug und Lee sollte Recht behalten. Thor eroberte die Herzen der Leser im Sturm. Mit der Zeit fügten er und Kirby den Rest der Asen hinzu: AllvaterOdin, den listigen Loki, Todesgöttin Hela, Balder, Thors Geliebte Sif und viele mehr. Beide erdachten auch zahlreiche, eigene Figuren, wie die drei Krieger Volstagg, Hogun und Fandral, Troll Ulik oder Zauberin Amora.
Der Mythos wuchs. In den 80ern traute sich Walt Simonson schließlich erstmals an das Thema Ragnarök ran. Freilich ohne die letzte Konsequenz zu ziehen.
2004 wurde Michael Avon Oeming damit betraut, die Geschichte des Donnergottes zu einem würdigen Abschluss zu bringen. Kurz zuvor hatte Kollege Dan Jurgens die Welt der Asen auf bereits auf den Kopf gestellt. Nachdem Odin im Kampf gegen den Feuerdämon Surtur gefallen war, wurde Thor zum Herrscher von Asgard gekrönt. Der Donnergott weitete seinen Machtbereich schließlich auf die Erde aus. Alle, die sich ihm widersetzten, wurden aus dem Weg geräumt oder eingesperrt. Zuletzt sogar die Avengers. Thor nahm Enchantress zu Frau und zeugte mit ihr einen Sohn namens Magni, der die Taten seines Vaters letztlich verurteilte. Von Schuldgefühlen geplagt, machte der Donnerer vieles über Zeitreisen rückgängig. Als die ursprüngliche Zeitlinie hergestellt war, wurde Surtur von Loki wieder zum Leben erweckt…

Und damit bricht eine Welle der Zerstörung über das angeschlagene Asgard und ihren Herrscher Thor. Angeführt von seinem Bruder Loki, machen sich Fenris, Surtur und Co. über die Welt der Götter her. Die dunkelste Stunde scheint gekommen, der Untergang der Welten naht. Und Thor, der Donnergott, muss sich dabei als Allvater behaupten. Lokis lang gehegter Plan, sich selbst mit einer mächtigen Waffe aus Uru auszustatten, wie Mjölnir einer ist, gelingt. Doch nicht nur das, denn nach einer verlustreichen Ausseinandersetzung geschieht das undenkbare: Thors mächtiger Hammer zerbricht. Gebeutelt vom Verlust seiner Waffe, beginnt eine Suche nach neuen Möglichkeiten und sich selbst.

Fazit:
Obwohl die Story an sich ganz interessant war und Thor, nicht zuletzt, durch Jason Aaron, zu einer meiner Lieblingsserien geworden ist, will Thor:Ragnarök bis zu letzten Seite nicht so recht zünden. Die Geschichte wird zwar dramaturgisch gut erzählt, spart aber auch echte Überraschungen aus. Selbiges gilt für die Zeichnungen von Berman und Di Vito. Beide machen ihre Sache gut, aber das hilft dem Spannungsbogen leider auch nicht. Alles in Allem ist das Heft ein netter Aufguß eines Klassikers, aber wer wirklich Lust auf eine gute Thor Story hat, sollte doch besser zu den aktuellen Heften greifen.

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Bewertung

Story: 6/10 ● Zeichnungen: 7/10

Gesamt: 6/10

Erstveröffentlichung
26.09.2017
Format
Softcover
Seiten
156
Autoren
Michael Avon Oeming
Zeichner
Daniel Berman
Andrea DiVito
Storys
Thor (1998) 80-85

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