Captain America #2 – Unter Anklage

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Der Sentinel of Liberty ist zurück mit seiner zweiten Ausgabe nach dem Fresh Start. Nachdem die erste Ausgabe von dem neuen Schreiber, dem gefeierten Bestseller-Autor und Kolumnist Ta-Nehisi Coates, ein echter Genuss war und mit Zeichnungen eines meiner Lieblingsartists – Leinil Francis Yu – glänzte, unterstützt nun Adam Kubert Coates bei der visuellen Umsetzung der Geschichte. Ob Band #2 genauso glänzen kann wie die erste Ausgabe? Das verraten wir euch jetzt!

IM NAMEN DER FREIHEIT [Panini Backcover]

Captain America wird wegen Mordes gesucht. Und das Opfer ist ein alter Bekannter. Während Sharon Carter und Bucky Barnes versuchen, den Drahtziehern des Komplotts auf die Spur zu kommen, sieht Steve Rogers nur einen Ausweg: Er stellt sich den Behörden. Doch die USA haben sich verändert. Weit mehr, als ihm bewusst ist. Denn als Cap hinter Gittern landet, traut er seinen Augen nicht, wer im Hochsicherheitstrakt für Superkriminelle das Sagen hat.

Der Hüter der Freiheit, wie ihr ihn noch nie gesehen habt, aus der Feder des Buchautors Ta-Nehisi Coates. Umwerfend in Szene gesetzt von Comic-Legende Adam Kubert!

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Captain America #2 – Unter Anklage beinhaltet auf 140 Seiten die 6 US-Ausgaben #7 bis #12 der aktuellen Captain America Soloserie aus der Feder von Ta-Nehisi Coates. Wie ihr bereits wisst übernahm der bekannte Buchautor und Kolumnist die Abenteuer von Steve Rogers zum Fresh Start. Während im ersten Band der neuen Serie noch Leinil Yu den Bleistift schwang, übernimmt nun Adam Kubert die Zeichnungen. Für den guten alten Cap sieht es indes nicht sonderlich rosig aus. Eine neue Verschwörung aus alten Feinden hat sich gegen ihn erhoben und will ihm einen Mord in die Schuhe schieben. Soweit so gut. Doch wie weit ist Captain America bereit zu gehen um die Anschuldigungen zunichte zu machen? Stellt er sich und geht in den Knast? Oder kämpft er mit Verbündeten gegen die Judikative der Regierung? Was hat der böse Captain America, der mit Hydra die USA während des Secret Empire Events übernommen hat, mit der ganzen Sache zu tun? Das und viel mehr erfahrt ihr in Captain America #2 – Unter Anklage!

So viel zum Inhalt des Comics. Kommen wir nun zur brutalen Wahrheit: Ausgabe #1 und Ausgabe #2 unterscheiden sich qualitativ voneinander wie eine echte Rolex Datejust 41 und ein gefälschtes Imitat aus China. Wie zur Hölle konnte das passieren? Zunächst einmal möchte ich die Zeichnungen schnell abfrühstücken. Leinil Yu aus Band #1 ist ein Zeichen-Gott. Adam Kubert ist gut, jedoch kann er Yu bei weitem nicht das Wasser reichen. Die Story? Total strange. Während Band #1 schockierend, innovativ und fesselnd war ist Band #2 total öde, stumpf und wahllos. In der Ausgabe passieren saudumme Dinge, die man von Captain America so nie erwarten würde. Ich habe alle deutschen Captain America Storys der letzten 20 Jahre gelesen und vereinzelnd auch etwas ältere Geschichten. Man könnte meinen, dass Coates dies auch getan hat, von allem etwas in einen Topf schmeißt, das ganze kräftig umrührt und hofft, dass es eine gute Story wird. Da muss in Ausgabe #3 deutlich mehr kommen.

Fazit: Na, das war doch mal ein Rant von mir. Zurecht! Wie bereits ausführlich weiter oben beschrieben, ist Ausgabe #2 im direkten Vergleich zur ersten Ausgabe ein meilenweiter Rückschritt. Dennoch freue ich mich auf Band #3, da ich der festen Überzeugung bin, dass Coates und Captain America gut zusammen passen.

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Bewertung

Story: 5.0/10.0 ● Zeichnungen: 7.8/10.0

Gesamt: 6.4/10.0

6.4/10

Erstveröffentlichung 
12.11.2019
Format
Softcover
Seiten
140
Autoren
Ta-Nehisi Coates
Zeichner
Adam Kubert
Storys
Captain America #7 – #12

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