Cable – Bis zum Anfang aller Tage

© PaniniComics Deutschland

Pünktlich zum Release von Deadpool 2 und damit dem ersten cineastischen Auftritt des grummeligen Zeitreisenden, veröffentlicht Panini den abgeschlossenen Band Cable – Bis zum Anfang aller Tage. Wie sich die Zeitreisestory so macht und ob wir euch den Band ans Herz legen, erfahrt ihr in dieser Review.

Hetzjagd durch die Zeit [Panini Backcover]
Cable, der wortkarge Mutant mit dem kybernetischen Arm und den riesigen Knarren, begibt sich auf eine heikle Solomission, wobei das Schicksal allen Seins dabei auf seinen Schultern ruht. Denn eine tödliche Gefahr bedroht den Lauf der Geschichte. Die Spur reicht Jahrhunderte zurück und führt ihn vom Wilden Westen über das feudale Japan bis hin zur Blüte der Maya-Zivilisation. Aber wo der Söldner aus der Zukunft auch auftaucht, wird er bereits von den Kriegern der jeweiligen Epoche erwartet. Wie sich herausstellt, hat es sein mysteriöser Kontrahent auf eine allmächtige Waffe uralter Götter abgesehen. Rasch wird dem einsamen Streiter bewusst, dass es auf einen Showdown hinausläuft und er alles auf eine Karte setzen muss.

Marvels neueste Kinosensation aus Deadpool 2 in einer rasanten Actionfahrt von Hit-Autor James Robinson, Star-Zeichner Carlos Pacheco und anderen, die euch kaum Zeit zum Luftholen lässt.

© Marvel Comics

Es gibt Comics, die machen es einem nicht leicht. Teils sind sie verworren, unnötig komplex und arg philosophisch in ihrer Sprache. Wären sie nicht so verdammt gut, würde man sicher pausieren, das Heft beiseite legen und sich anderen Alltagsbespaßungen widmen. Aber es gibt auch jene, die damit nichts zu tun haben wollen. Kein Anspruch, eine komplexe Charakterstudie zu vollziehen, keine soziologische Abhandlung über die zeitgenössische Gesellschaft oder eine langatmige Metapher auf den Sinn unseres Seins. Nein, mache Comics wollen schlichtweg unterhalten. Cable – Bis an den Anfang aller Tage ist genau so ein Heft.

Nathan Summers alias Cable startet inmitten seines eigenen Abenteuers und arbeitet sich auf verschiedene Epochen der Zeit auf der Jagd nach einer Bedrohung, die dem Leser erst ab der Hälfte des Bandes mitgeteilt wird. So interessant die einzelnen Zeitalter mit ihren Fasetten auch sind, so wenig holt Autor James Robinson letztlich raus. Stellenweise fühlt es sich an, als wollte er nicht mehr zeigen oder Geschehen lassen, als für den Verlauf der Story zwingend erforderlich ist. Hier wurde leider richtig Potential verschenkt. Allerdings ist das Artwork schön anzusehen und man kann die 116 Seiten gut in einem Rutsch weglesen.

Fazit: Ganz so euphorisch wie von Panini beschrieben, sollte man also nicht an den Band rangehen, da die Enttäuschung groß sein könnte. Wer aber mal ein nette Heft für zwischendrin sucht, dass man gut und gerne als lesbaren Durchschnitt bezeichnen könnte, der darf hier beherzt zugreifen. Allen anderen empfehlen wir vorher einen Blick in die Leseprobe.

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Leseprobe

Bewertung

Story: 4.5/10 ● Zeichnungen: 6/10

Gesamt: 5.5/10


Erstveröffentlichung
02.05.2018
Format:
Softcover
Seiten:
116
Autor:
James Robinson
Zeichner
Carlos Pacheco
Thony Silas
Yildiray Cinar
Storys:
Cable (2017) 1-5

 

Der Band wurde zur Verfügung gestellt, von Panini Comics Deutschland.

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