Power Man und Iron Fist – Vier Fäuste für Manhattan

© Panini Comics Deutschland

Vier Fäuste für Manhattan! Der Titel der ersten Power Man und Iron Fist Ausgabe hätte besser nicht gewählt sein können. Vielen Nerds und Comicfans aus dem deutschsprachigen Raum dürften Luke Cage und Iron Fist vor allem aus den New Avengers Comics der Pre-Marvel NOW! Zeit kennen. Solo-Serien der beiden waren bis vor kurzem in Deutschland eine Rarität. Dies änderte sich vor allem im letzten Jahr, als Panini Comics den fantastischen „The Immortal Iron Fist“-Run von Ed Brubaker veröffentlichte. Danny und Luke, die jahrelang als Heroes for Hire zusammenarbeiteten und eins der wohl dynamischsten Duos des Marvel Universums bildeten, erfreuen sich seit der Veröffentlichung der Marvel Netflix-Serien noch größerer Beliebtheit. Kein Wunder also, dass sich Marvel ein Herz fasste und Power Man und Iron Fist erneut mit einer eigenen Serie ausstattete, die an die alten Abenteuer und den Charme der 70er Jahre anknüpfen sollte. Doch wie schlagen sich Danny und Luke in der ersten Ausgabe der gemeinsamen Serie? Das erfahrt ihr natürlich jetzt!

DIESE FREUNDSCHAFT IST ABSOLUT KUGELSICHER [Panini Backcover]

Power Man Luke Cage und Iron Fist Danny Rand verbindet eine lange Freundschaft. Die Tage, als der kugelsichere Kraftprotz und der Meister der mystischen Kung-Fu Kampfkünste als Helden für Geld unterwegs waren, sind jedoch lange vorbei. Iron Fist würde sie zwar gerne wieder aufleben lassen, doch Lukes Frau Jessica ist von dieser Idee alles andere als begeistert. Für den Anfang wollen Luke und Danny ohnehin nur einer alten Freundin, die frisch aus dem Knast kommt, einen Gefallen tun. Dadurch handeln sie sich allerdings mächtig Ärger mit dem Verbrecherboss Tombstone und mit finsteren Mächten ein, die nicht einmal Dr. Strange kennt…

Dieser erste Band der neuen Serie von Luke Cage und Iron Fist kombinieren den Charme der Comics und Filme aus den 70ern mit dem Netflix-Boom und dem aktuellen Status quo des Marvel Universums! Geschrieben von David Walker und mit Zeichnungen von Sanford Greene und Flaviano.

Die wilden 70er. Kung-Fu Filme, Hippies, Disco & Funk, Lavalampen und Bonanzaräder. Als junger Kerl der in den 90er Jahren aufgewachsen ist stellt man sich die 70er schon ziemlich cool vor. Ich persönlich mag dieses Jahrzehnt sehr gerne. Das liegt unter anderem an den damaligen Filmen und der Musik. Rolling Stones, The Jackson Five, AC/DC und Filme wie The Warriors, Shaft oder Kung-Fu Filmen inspirierten die damalige Kultur und Gesellschaft enorm. Dies alles hatte auch Einflüsse auf die Schaffung unserer beiden Helden Power Man und Luke Cage. Ein junger Kung-Fu Meister und ein afro amerikanischer Muskelprotz in den Straßen von Harlem nach dem Vorbild des knallharten Shaft. Marvel hat damals den Nerv der Zeit mit einer Punktlandung getroffen. Wer sich heute die ersten Ausgaben von Luke Cage anschaut wird bei Schurken wie Cockroach Hamilton, Piranha Jones, Black Mariah, Disco Devil oder Manslaughter Marsdale schmunzeln müssen. Der Flair der 70er Jahre ist über die Jahrzehnte verloren gegangen. Autor David Walker stellt sich dem jetzt entgegen, fängt diesen besagten Flair ein und packt ihn in Power Man und Iron Fist. Ob Walker dies geschafft hat? Schauen wir doch erst einmal worum es eigentlich geht.

©Marvel Comics

Luke Cage und Danny Rand könnten unterschiedlicher nicht sein. Das waren sie schon bei ihren ersten Abenteuern. Mittlerweile ist Luke ein gestandener Mann mit einer Ehefrau (Jessica Jones) und einer gemeinsamen Tochter. Er hat die Superheldenabenteuer seiner Familie zur Liebe hinter sich gelassen. Danny hingegen ist immer noch der Kindskopf der das Abenteuer sucht. Er will an die alten Tage anknöpfen und das dynamische Duo aufleben lassen. Doch vorher wollen Sie einer alten Bekannten helfen, die damals zu Zeiten der Heroes for Hire für sie arbeitete und im Knast landete. Was sie jedoch nicht wissen ist, dass das Gefängnis einen Menschen verändert. Jeannie lernte im Knast Lukes ehemalige Gegenspielerin Black Mariah kennen und hat von einem mystischen Objekt erfahren, welches ihr große Macht verleihen kann, dem Supersoul Stein. In all ihrer Naivität rennen beide schnurstracks in eine große Gefahr hinein, die das Machtverhältnis in Harlem auf den Kopf stellt.

Autor David Walker schafft es tatsächlich den Charme und den Geist der 70er Jahre einzufangen und mit Hilfe von Zeichner Sanford Greene auf dem Papier wiederzugeben. Power Man und Iron Fist ist humorvoll, witzig und beschäftigt sich gleichzeitig mit den Problemen Erwachsener Männer, die ihrer Jugend hinterhertrauern. Viele Leser werden die Probleme der beiden Antagonisten bestens kennen und mit einem lächeln vernehmen. Superhelden-Action und coole Kämpfe sind inklusive!

Fazit: Power Man und Iron Fist ist eine absolute Leseempfehlung für Nostalgiker und Fans von Luke Cage und Iron Fist. Obwohl die Story an sich wohl keinen Pulitzer-Preis gewinnen wird ist sie fesselnd, witzig, abgedreht und total cool. Die Dynamik zwischen Luke und Danny ist einzigartig und macht Lust auf mehr.

Bestellung: Panini Comics

Bewertung:




Power Man und Iron Fist

Preis: 14,99 €

Erstveröffentlichung: 21.03.17

Seiten: 116

Autoren: David F. Walker

Zeichner: Sanford Greene

Storys: Power Man & Iron Fist 1-5

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