Avengers – Ultrons Zorn

Avengers – Ultrons Zorn

Vor einigen Tagen schrieb ich die netten Leute bei Panini Comics Deutschland mit der Bitte um ein wenig Unterstützung für ein Gewinnspiel im Zuge der Weihnachtsfeiertage an. Da ich meine lieben Follower reichlich beschenken wollte und Panini mir eine Zusage machte musste ich mich nun entscheiden, welches Comic ich auswählen würde. Mit Hilfe der Panini Vorschau habe ich mich nun aufgemacht um das ideale Comic zu finden. Avengers – Ultrons Zorn hat die beiden schlagfertigsten Argumente bereits in seinem Namen: Avengers und Ultron. Da dieses Jahr mit Avengers: Age of Ultron einer der bekanntesten Avengers Schurken eingeführt wurde und er nun auch den Nicht-Comic-Lesern ein Begriff ist, hielt ich das Heft für angemessen. Da es auch noch eine abgeschlossene Handlung besitzt und von einem meiner persönlichen Lieblingsautoren Rick Remender verfasst wurde fasste ich den Entschluss Avengers – Ultrons Zorn auszusuchen. Womit ich jedoch nicht gerechnet hatte war, dass das Heft dermaßen gut ist, dass ich es binnen wenigen Minuten förmlich verschlungen habe…

Avengers – Ultrons Zorn wurde von Rick Remender geschrieben, der einer meiner persönlichen Lieblingsautoren ist. Remender ist in Marvel Kreisen vor allem bekannt für seine Mitarbeit an Serien wie Uncanny X-Force, Punisher, Venom, Secret Avengers, Uncanny Avengers und dem AXIS Event. Künstlerisch wurde er hierbei von dem äußerst talentierten Zeichner Jerome Opena unterstützt, dessen Artwork zwar sehr speziell ist, mir aber ungemein gut gefällt.

Das faszinierende an diesem Sammelband ist, dass die eigentliche Story auf einem Ereignis in der Vergangenheit basiert, welches im Comic ebenfalls thematisiert wird. Die Hauptrollen in diesem packenden Comic, welches dramatische Züge mit fesselnder Action verbindet übernehmen „Vater“, „Sohn“ und „Enkel“ – Dr. Hank Pym, Ultron und Vision.

Die Story beginnt einige Jahre zuvor in Manhattan, als der bösartige Roboter Ultron erneut die Menschheit angreift. Die damaligen Avengers bestehend aus Captain America, Thor, Wasp, Yellow Jacket, Vision, Scarlet Witch, Beast, Hawkeye und Iron Man stellen sich dem größenwahnsinnigen Ultron und bekämpfen ihn mit allen Mitteln. Durch eine List von seinem Schöpfer Hank Pym gelingt es den Avengers ihn zu besiegen und seinen Körper mitsamt Bewusstsein in den Kosmos zu schießen. Vor allem Hank Pyms Verhältnis zu seinem „Sohn“ und seine wirren Gefühle und Gedankengänge werden dem Leser durch wenige Worte und kurze Unterhaltungen erstklassig vermittelt.

Wir springen nun einige Jahre in die Gegenwart. Das Raumschiff in dem Ultron in den Kosmos geschossen wurde landet auf Thanos Heimatplaneten Titan. Ultron übernimmt den Planeten mit Leichtigkeit und verwandelt ihn mit Hilfe seiner Fähigkeiten in den „Planeten Ultron“. Er setzt seine Segel nun erneut Richtung Erde, wo die Avengers der Gegenwart eine Krise bewältigen müssen in der es um die Frage geht, ob künstliches Leben so zu behandeln ist wie „echtes“. Dies rührt daher, dass Hank Pym eine Waffe entwickelt hat, die mit einem Knopfdruck Roboter, Androiden und sonstige künstliche Intelligenz ausschaltet und somit tötet.

Die Story umfasst sehr viele Sci-Fi-Aspekte des Marvel Universums für welche Rick Remender auch bekannt ist. Das Heft liest sich sehr unterhaltsam und beinhaltet viele außergewöhnliche Ideen, die auf für sehr viel Abwechslung sorgen. Dies macht das Lesen sehr unterhaltsam, was dazu führt, dass man das Heft in einem Zug durchliest. Remenders Storytelling ist in der Tat äußerst „erfrischend“. Er bleibt den bekannten Charakteren treu und versetzt sie in gewisse Momente, die die Leser daran erinnern, warum man sie mag oder auch verachtet. Er macht auch Ultrons Zorn zu einem wichtigen Aspekt seines Charakters, somit ist der Titel des Comics nicht nur ein erfundenes Wortspiel sondern eine Tatsache.

Avengers – Ultrons Zorn befindet spiegelt den kontinuierlichen Wandel des Marvel Universums wieder und es werden keine Aspekte der Gegenwart ausgelassen. So ist Sabretooth nicht nur ein Mitglied der Avengers, sondern auch ein „Guter“, die weibliche Thor ist mit von der Partie und auch Sam Wilson ist in seiner neuen Rolle als Captain America vertreten. Demnach ist die Ausgabe ideal für Marvel-Leser, die up-to-date sind. „Neulinge“ dürften das Comic jedoch ein wenig verwirrend finden, vor allem wenn sie Ultron nur aus dem Avengers: Age of Ultron Film kennen sollten.

Was mir persönlich sehr gut gefallen hat war die Beziehung zwischen Hank Pym, Vision und Ultron, die auf eine fabelhafte Art und Weise erzählt wurde. Auch Hank Pyms Probleme und Sichtweisen, die sich nun seit Jahrzehnten durch die Kontinuität ziehen werden hier detailliert und liebevoll von Rick Remender verarbeitet. Seine Liebe und gleichzeitig sein Hass gegen etwas was er künstlich erschaffen hat, jedoch als Sohn ansieht ist einfach überwältigend dargestellt. Pym ist es auch, der in dieser Ausgabe absolut herausragt und die Hauptrolle spielt.

Fazit: Insgesamt ist der Comic absolut spektakulär, was auch Zeichner Jerome Opena zu verdanken ist. Die Erzählung ist fließend, die Action ist film reif und die Charakterdarstellung erstklassig. Bis auf das Cliffhanger-Ende, welches den einen oder anderen etwas stören sollte ist Avengers – Ultrons Zorn ein hervorragendes Heft, welches ich jedem ans Herz legen kann. Es wäre doch ein ideales Weihnachtsgeschenk für die vielen Marvel-Nerds unter uns…

Leseprobe: Eine Leseprobe zu dem aktuellen Heft findet ihr unter folgendem Link  -> Leseprobe Avengers – Ultrons Zorn 

Bewertung:

 
Erscheint am:22.12.2015
Seiten:116
Format:Softcover
Autor:Rick Remender
Zeichner:Jerome Opena, Pepe Larraz
Preis:12,99 €