Agents of S.H.I.E.L.D #2 Missions-Briefing

© Marvel Comics

Spätestens seit dem Erfolg der immer besser werdenden TV-Adaption, sind die Agents of S.H.I.E.L.D eine feste Größe in der Comiclandschaft. Gerade bei größeren Events, wie dem aktuell laufenden Civil War II eignen sich die „vermenschlichte“ Sicht auf die Dinge, um Konflikte näher zu beleuchten. Aber schlägt sich die Finalausgabe wirklich so gut? Abwarten…

Panini Vorwort [by Christian Endres]

Dieser Band mit Phil Coulson und seinem außergewöhnlichen SHIELD-Team ist Teil des Mega-Crossovers Civil War II, das derzeit so gut wie jede Marvel-Serie im Griff hat. Dass die Gemeinschaft der Marvel-Heroen gespalten ist und sich im Superheldenkrieg befindet, liegt am jungen Inhuman Ulysses. Seit durch die Terrigen-Nebel in der Erdatmospäre ein latentes Inhuman-Gen in seinem Körper mutierte, hat er Visionen möglicher Ereignisse in der Zukunft. Manche Helden wollen seine Vorhersagen nutzen um in den Lauf der Dinge einzugreifen und Gefahren und Verbrechen zu verhindern, bevor sie passieren. Andere Helden sind dagegen, sich dergestalt in die Zukunft einzumischen. Iron Man Tony Stark führt die Gegner dieser Vorgehensweise an, während Captain Marvel Carol Danvers der anderen Partei vorsteht. Die langjährige Rächerin zählt zu den mächtigsten Helden der Alpha Flight und kann auf die Rückendeckung von SHIELD-Chefin Maria Hill bauen…

Die ersten Seiten beginnen klassisch, wenn auch nicht sonderlich spektakulär. Agent Fitz und May wurden

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losgeschickt um sich eines HYDRA-Sateliten zu ermächtigen. Unterstützt werden sie dabei von Bobby „Mockinbird“ Morse und Deathlok sowie Fanliebling Phil Coulson aus dem Hauptquartier. Natürlich geht das ganze Unterfangen gehörig schief, was aber auch nicht wichtig ist, denn es handelt sich augenscheinlich nur um das Setup für den weiteren Plot. Bedenkt man den Ort, an dem sich die ersten Ereignisse zutragen, wird jedem Fan sofort das Herz warm und plötzlich ergibt alles weitere Sinn.

Coulson muss sich für sein Handeln verantworten und gerät mich S.H.I.E.L.D.-Direktorin Maria Hill aneinander. Denn natürlich geht der moralische Konflikt über die „Nutzung“ des Inhumans Ulysses nicht an der Regierungsorganisation vorbei. Problematisch wird es, als der Agent und seine Chefin unterschiedliche Ansichten dazu vertreten. Und genau das ist der Plot, auf den Marc Guggenheim hinaus wollte, denn als Coulson durch die Ninja-Assassine Elektra ersetzt wird, entbrennt ein Glaubenskrieg unter den Agenten, der es in sich hat. Natürlich mit dem gewohnten Humor, Verrat und fliegendene Autos.

Fazit: Marc Guggenheim verpasst dem Civil War II Event, den wohl besten Lückenfüller seit Langem. Die 100 Seiten sind extrem kurzweilig und machen von Anfang bis Ende Spaß. Dabei fügt sich alles wunderbar ins Gesamtbild, klärt offene Fragen und wirft neue auf, die wir zunächst nicht beantwortet bekommen werden, da an dieser Stelle erstmal Schluss ist mit Agents of S.H.I.E.L.D. Von uns eine klare Kaufempfehlung an alle, die Lust haben, mal etwas geerdete Action zu sehen.

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Bewertung: 

Story: 8/10 ● Zeichnungen: 8/10

Gesamt: 8/10

Erstveröffentlichung 20.06.2017
Format Softcover
Seiten 100
Autoren
Marc Guggenheim
Zeichner
German Peralta
Ario Anindito
Storys
Agents of S.H.I.E.L.D 7-10

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