Tarot: Avengers/Defenders #1 & #2 [US]

© Marvel Comics

Tarot: Avengers/Defenders ist eine vierteilige Miniserie, bei der es sich um einen Flashback handelt. Sie steht damit außerhalb der aktuellen Kontinuität der Avengers aus der Feder von Jason Aaron. Panini veröffentlicht diese Miniserie in der laufenden Heftserie in Avengers #21 und Avengers #22. Vielen Dank an dieser Stelle an unsere lieben Freunde von X-Comics für die erste Hälfte der Reihe.

WAS FRÜHER NIE ERZÄHLT WURDE…

Die Story beginnt mit den klassischen Defenders, bestehend aus Captain America, Namor dem Submariner und der ersten menschlichen Fackel im Jahr 1944, also zu Zeiten des 2. Weltkriegs, in Frankreich. Dort treffen die Helden auf einem Schlachtfeld auf den Oberführer Okkulte, der sich einer mystischen Macht bedient um Statuen und Skulpturen in eine lebende Armee unter seiner Kontrolle zu verwandeln. Altruistisch stürzen sich die Defenders in den unausweichlichen Kampf und werden wortwörtlich übermannt. Der Kampf scheint verloren, doch dann taucht, wie aus dem Nichts, die Rettung auf.  Sie ist grün und wütend, aber keineswegs so wie ihr euch das gerade vorstellt…

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Zeitsprung in eine Gegenwart, die irgendwo in der Vergangenheit liegt…

Namor und die „neuen“ Defenders befinden sich auf einer Mission, bei der Schurke Cyrus Black Menschen mithilfe von Dämonenblut [zumindest spuckt das der Übersetzer aus], zu willenlosen Marionetten macht. Natürlich geht das garnicht und deswegen stellen Doc Strange, Valkyrie (Brunhilde), der Silver Surfer, Hulk und Namor den Schurken recht problemlos. Doch Strange konnte nicht alles von dem Dämonenblut in sichere Verwahrung bringen, da ein Teil davon noch in der Avengers Mansion aufzufinden ist. Wieso? Was das alles mit gemeinsamen Erinnerungen zu tun hat, die nicht alle teilen? Findet es am Besten selbst raus.

Soweit zum Auftakt der Story. Lasst euch von dieser generischen Herleitung nicht irritieren. Denn Alan Davis‘ Erzählung geizt nicht mit Twists und Wendungen. Manche mehr und manche weniger erwartbar. Die Looks aller Helden erinnern an frühere Zeiten und auch das Storytelling ist etwas „altmodisch“. Kann man durchaus mögen und gerade Nostalgiker werden mit diesem Zwischenspiel ihre Freude haben. Auch Auftritte von Wanda, Kang und einigen anderen machen Spaß. Die Miniserie, die komplett von Alan Davis verfasst und Paul Renaud verfasst wurde, wirkt – wohl absichtlich – extrem aus der Zeit gefallen.

Fazit: Tarot: Avengers/Defenders ist eine moderne Geschichte, die nicht nur altmodisch aussieht, sondern sich auch so anfühlt. Allerdings ist mir nach dem Lesen der beiden US-Ausgaben noch nicht 100% klar, worauf das alles hinauslaufen soll. Ein wenig Helden gegen Helden. Ein wenig Mystik, etwas Suspence und jede Menge Retrofeeling, fasst es wohl am Besten zusammen. Wem all die Neuinterpretationen in den letzten Jahren zu viel waren oder wer sich einfach mal wieder nach etwas Klassischem sehnt, der kann bei dieser Miniserie beherzt zugreifen…

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Bewertung

Story: 6.0/10.0 ● Zeichnungen: 6.5/10.0

Gesamt: 6.0/10.0

6/10

Erstveröffentlichung 
2020
Format
US-Hefte
Seiten
32
Autoren
Alan Davis
Zeichner
Paul Renaud
Storys
Tarot: Avengers/Defenders #1 – #2

© Marvel Comics