Spider-Man – Deadpool #2

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© Marvel Comics

Deadpool ist back. Und mit ihm, sein Fandom Spider-Man, der von dem unfreiwilligen Team-Up weiterhin nicht begeistert ist. Band 1 konnte uns einigermaßen überzeugen, auch wenn er deutliche Schwächen im Storytelling hatte. Ob Spider-Man – Deadpool #2 jetzt alles besser macht oder ein Rohrkrepierer wird, erfahrt ihr in unserer Review.

Panini Vorwort [by Christian Endres]

 Peter Parker ist Chef des internationalen Konzerns Parker Industries. Deshalb lässt er alle Welt glauben, der heroische Saubermann Spider-Man sei sein Bodyguard – er nutzt sogar PI-Hightech für sein Kostüm (wenn das in der Vergangenheit schwarz war, galt das als sicheres Zeichen für Spideys Wut und Aggression). Wade Wilson ist als Deadpool dagegen mit großer Klappe und Heilfaktor ein echter Söldner-Superstar und mit der Dämonin Shiklah verheiratet. Der misteriöse Patient Zero hat es sowohl auf Pool, als auch auf Spidey abgesehen und sorgte dafür, dass Wade Peter Parker ins Jenseits beförderte. Während Deadpools Auftraggeber als PI-Chef posierte, erkannte der um Besserung bemühteWade seinen Fehler und besuchte seine Ex Mistress Death, um Parker ins Leben zurückzuholen. Am Ende des Buches erwartet euch noch eine Retro-Geschichte von den DEADPOOL-Könnern Gerry Duggan und Scott Koblish, die im Spidey-Stil der 60er-Jahre gehalten ist – verschwommenes Druckbild und verrutschte Farben inklusive.

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Nachdem Deadpool Peter Parker gekillt hat (und wiederbelebt), gerät er natürlich mit dessen Bodyguard Spider-Man aneinander, was zur Folge hat, dass Big D auf Gummigeschosse umsattelt und versucht seinem Idol ähnlicher zu werden. Seinen Anzug hat er vor Urzeiten ja aus demselben Grund entworfen. Beide sind sich gewahr, dass der unbekannte Patient Zero hinter allem steckt. Und beide haben keinen Schimmer wieso. Deswegen machen sie sich zusammen auf die Suche nach Antworten und bekommen, wonach sie nicht gefragt haben. Mit von der Partie sind das selbsternannte Hateful Hexad mit legendären Schurken wie Swarm, White Rabbit oder dem Neuzugang: Bearboarguy (dt: Bärwildschweintyp). Und natürlich den von Deadpool liebevoll „Psychoschlumpf“ betitelten Antagonisten. Wer das ist und wieso nicht jeder diesen Band lebend verlassen wird, müsst ihr schon selbst nachlesen…

 

Wie schon im ersten Band, gibt es auch hier, als kleinen Leckerbissen, im zweiten Teil eine separate Story. Diesmal komplett im Stil der 60er Jahre. Die Story an sich ist nett, aber es ist deutlich zu erkennen, dass es vorwiegend um die visuelle Aufbereitung ging. Deadpool wird angeheuert um einen politischen Gegner zu disskreditieren, da dieser den Vietnamkrieg beenden will. Spidey passt das natürlich überhaupt nicht und er geht dazwischen. Als [Anm. der Redaktion: der beste Schurke aller Zeiten] Mysterio das Feld betritt, tun sich die beiden natürlich zusammen. Am Ende gibt es noch Kritik am aktuellen Kreativteam. Und Whiskey.

 

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Fazit: Joe Kelly und Gerry Duggan holen mal wieder alles aus der Gagkiste, was gerade verfügbar war und so strotzen die Panels nur so vor Kalauern, One-Linern und zugegeben ganz unterhaltsamen Wortgefechten zwischen der freundlichen Spinne und dem Söldner mit der großen Klappe. Die Zeichnungen sind solide, auch wenn mir die vollgepackten Seiten, die gerne mal zwischen einseitig und doppelseitiger Erzählung wechseln, stellenweise etwas unübersichtlich vorkamen. Die vielen Sprechblasen machen es leider nicht besser. Alles in allem ist Spider-Man Deadpool #2 ein netter Lückenfüller, für einen verregneten Sonntagnachmittag. Leider stellt sich so allmählich für Deadpool eine gewisse Übersättigung ein und der Humor dringt nicht mehr wirklich durch. Vielleicht täte ihm ja eine Auszeit mal ganz gut.

 

Bestellung: Panini Shop Leseprobe: SPIDER-MAN/DEADPOOL #2

Bewertung: 

Story: 7/10 ● Zeichnungen: 8/10

Gesamt: 7.5/10

Erstveröffentlichung 16.05.2017
Format Softcover
Seiten 100
Autoren

Joe Kelly
Gerry Duggan
Zeichner

Ed McGuinness
Scott Koblish
Storys

Spider-Man 7-10

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