Die Thunderbolts im MCU – Theorie Time

Anzeige

© Marvel Comics

Am 27. April erscheint mit Guardians of the Galaxy Vol. 2 der bereits 15te Film des Marvel Cinematic Universe. Mit 5 One-Shots, 6 bereits erschienenen Serien und unzähligen weiteren Projekten in Planung gehört das MCU zu den größten Filmprojekten aller Zeiten. Alle bislang veröffentlichten Titel werden in verschiedene Phasen unterteilt. Und es scheint nicht enden zu wollen. Kürzlich erst wurde der 3te Teil der Guardians of the Galaxy Reihe offiziell angekündigt. Weitere Spider-Man und Doctor Strange Filme scheinen ebenfalls mehr als realistisch zu sein. Jetzt stellt sich die Frage: Geht Marvel nicht irgendwann der Content aus? Nein, tut er nicht! Ich habe mir beim lesen der aktuellen Thunderbolts Comic-Reihe die Frage gestellt, wie man eines der bekanntesten Marvel Teams in das Marvel Cinematic Universe einführe könnte.  Es folgt ein Gedankengang…

Wer sind überhaupt die Thunderbolts? Die Thunderbolts sind ein Team, welches überwiegend aus Schurken oder Anti-Helden besteht. Es existierte bereits in mehreren verschiedenen Inkarnationen und spielte vor allem während der Secret Invasion eine große Rolle. Nach der Belagerung von Asgard wurde das Team zeitweise von Luke Cage angeführt, bis es zu einer völlig neue Konstellation kam. Der Red Hulk gründete während des Marvel NOW! Relaunches eine neue Truppe mit Deadpool, Elektra, dem Punisher, Agent Venom und dem Ghost Rider in seinen Reihen. Auf welches Team möchte ich nun hinaus? Auf das originale natürlich.

Die erste Inkarnation der Thunderbolts hatte ihren ersten Auftritt im Jahr 1997 in der Ausgabe Incredible Hulk #449 und wurden von Comic Veteran Kurt Busiek erschaffen. Die T-Bolts entstanden aus der Schurkentruppe Masters of Evil, welche von Baron Zemo angeführt und gegründet wurde. Doch wie kam es dazu, dass aus den Masters of Evil eine auf den ersten Blick heroische Gruppe wurde? Nach dem Onslaught Event, bei dem die größten und bekanntesten Helden starben, hinterließen diese natürlich eine riesige Lücke. Die Erde stand ohne Helden da, es lauerten allerdings trotzdem Bedrohungen von allen Seiten. So entschloss sich Zemo zu einer Maskerade. Er reformierte die Masters of Evil, legte sich und seinen Mitstreitern neue Identitäten zu und fortan waren die Thunderbolts die neue Heldentruppe im Marvel Universum. Zemo wurde zu Citizen V, jedoch tat er dies natürlich nicht ohne Hintergedanken. Da es die Avengers und die Fantastischen 4 nicht mehr gab, konnte Zemo problemlos auf Daten und Ressourcen zurückgreifen um sich zu bereichern. Die Thunderbolts kämpften sogar während des Civil War auf der Seite Tony Starks, bevor sie anschließend erneut umstrukturiert wurden und sogar von Norman Osborn angeführt wurden. Dies ist natürlich die Kurzfassung.

© Marvel Comics

Doch wie könnte man die Thunderbolts in das Marvel Cinematic Universe einführen? Dies kommt natürlich darauf an, was in Avengers Infinity War und dem 4ten, aktuell noch titellosen Avengers Film geschieht. Geht man von dem Szenario aus, dass unsere geliebten Leinwandhelden zunächst einmal von Thanos ermordet werden und die Erde praktisch schutzlos zurücklassen, hätten wir ein ähnliches Szenario wie in der Comicvorlage. Wie sieht es nun aus mit dem Team? In den Comics wurden die T-Bolts von Baron Zemo angeführt und gegründet. Dieser hatte bekanntlich seinen ersten Auftritt in Captain America: Civil War und wurde von Daniel Brühl verkörpert. Zemo hat am Ende des Films sogar überlebt und mir scheint es so, wie als hätte der von Martin Freeman gespielte Everett K. Ross einige Pläne mit ihm. Zu den weiteren Mitgliedern des originalen Teams gehören Erik Josten alias Atlas, der wie auch Giant Man und Ant-Man seinen Körper mit Pym Partikeln vergrößern kann. Norbert Ebersol, genannt der Fixer, ist ein genialer Erfinder und Robotik Spezialist. Er benutzt sein selbst entworfenes Tech-Pac, welches mehrere Waffensysteme und Technologien beherbergt. Abner Jenkins ist ebenfalls ein begnadeter Erfinder und Mechaniker, der sich selbst einen Anzug im Iron Man Stil baut und sich aktuell Mach X nennt. Die verrückte Psychologin Karla Sofen kam in den Besitz des sogenannten Moonstone, ein von den Kree entworfener Stein, der ihr mächtige Fähigkeiten verleiht. Zu guter Letzt hätten wir Melissa Gold alias Songbird. Melissas Stimmbänder wurden von der Roxxon Corporation genetisch verbessert, so dass sie mit Hilfe ihrer Fähigkeiten nicht nur fliegen, sondern auch solide Gebilde aus Schall erschaffen kann.

Wie ihr seht sind das alles mögliche Origin Storys, die bereits im Marvel Cinematic Universe vorgekommen sind. Seien es  die Pym Partikel, Kree Technologien, das Roxxon Unternehmen, Genies mit einem Hang zur Robotik und einer Technik Affinität oder eben Helmut Zemo selbst. Somit wären die Thunderbolts eine fantastische Erweiterung für das Marvel Cinematic Universe in Form einer auf den ersten Blick heroischen Truppe, die im Kern jedoch etwas Böses im Sinn führt. Im weiteren Verlauf ihrer Karriere stellen sie fest, dass sie eigentlich doch zu etwas größeren und heldenhaften fähig sind und retten die Welt. Die verschiedenen Mitglieder entwickeln auch in den Comics eine tolle Dynamik, die den Leser mitreißen und ein tolles Erlebnis liefern.

Was denkt ihr? Wären die Thunderbolts der nächste logische Schritt für das Marvel Cinematic Universe?

Auch interessant

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*